[ Lernplattformen für Schulen ]
Lernplattformen oder in Englisch „Learning Management Systems (LMS)“ ergänzen und verändern zunehmend herkömmliche Bildungsszenarien. Hauptkennzeichen ist ein onlinegestütztes Lehren und Lernen, das unabhängig von Ort und Zeit stattfinden kann. Daher werden Lernplattformen auch als virtuelle Lernumgebungen bezeichnet. So drückt der Begriff „Virtuelles Klassenzimmer“ die scheinbare Verortung des Lehren und Lernens im Internet aus.

Kennzeichen von Lernplattformen sind, dass sie prozessorientiert das Lehren und Lernen unterstützen und ermöglichen. Sie grenzen sich damit ab von reinen Inhaltsplattformen, den sogenannten Content Management Systems (CMS). Weltweit werden ca. 250 verschiedene Lernplattformen angeboten. Die meisten wurden von Universitäten oder kommerziellen Weiterbildungsanbietern für deren Klientel entwickelt.
Wie können aber Lernplattformen für das schulische Lernen genutzt werden? Welche Merkmale sollten Lernplattformen für diese Lernunterstützung aufweisen? Welche didaktischen, organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Aspekte sind dabei zu beachten?

Um einer Beantwortung dieser Fragen näher zu kommen, wurde eine Aussprachetagung zu Lernplattormen vom 23. – 25.04.2008 an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung im Auftrag des Bayerischen Staatsminsteriums für Unterricht und Kultus durchgeführt und dieser Bericht zur Tagung in Auftrag gegeben. Der Bericht stellt eine Fortsetzung der Beratungsreihe dar, in der u. a. „ITSystemlösungen“ und „Pädagogische Internetfilterlösungen“ untersucht wurden (siehe Anhang 1).

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